Bullet6 Spam
Zweifelhaftem Homepage-URLs in Gästebücher, Foren, Wikis, Weblogs, Shoutboxen und Kommentarfeldern sind ein sicheres Zeichen für Spam. Das alles wäre im Grunde ein kleines Problem, weil man die Einträge manuell löschen könnte. Leider lassen die meisten Spammer diese Aufgabe von so genannten Spam-Bots erledigen. Spam-Bots erzeugen solche Einträge automatisiert und oft werden die gleichen Einträge immer und immer wieder neu eingetragen. Oft kommen Bots täglich oder gar stündlich.
Lösungsansätze
Um Spam-Einträge zu verhindern gibt es eine Reihe von wirksamen Gegenmaßnahmen. Je nach Einsatzgebiet und Spamaufkommen kann man dabei auf unterschiedliche Maßnahmen setzten:
Captcha

Captchas (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) Wörtlich übersetzt bedeutet das „Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“. CAPTCHAs werden verwendet, um zu entscheiden, ob das Gegenüber ein Mensch oder eine Maschine ist.

Capcha als einfache Zeichenfolge:

 

oder als Rechenaufgabe:

Computer benötigen Mustererkennungs-Algorithmen, um derartige Bilder zu verarbeiten, die aufwändig zu programmieren sind und hohe Anforderung an die Hardware stellen. Mit zunehmender Verbreitung von Captcha-geschützten Webseiten wurden Lösungen entwickelt, um diesen Schutz zu umgehen. Viele Implementierungen sind mit auch für Maschinen lösbar.Für verbreitete Implementierungen, wie die in häufig genutzte Forumsoftware phpBB verwendete, existieren bereits Spambots, die die Captchas lesen und damit diesen Schutz umgehen können.Ein weiteres Beispiel ist das Umgehen von Captchas durch Spammer beim automatischen Anlegen von Google-Mail-Konten mit einer Erkennungsrate von 20 bis 30 Prozent.Ein Besucher mit Sehschwäche kann Captchas nicht überwinden.

Serverseitige Spam-Bot-Überprüfung

Zu schnell
Spam-Bots tragen Kommentare oder Einträge i.d.R. innerhalb von Sekundenbruchteilen in ein Formular ein. Ein menschlicher Besucher braucht im Regelfall schon einige Sekunden um einen sinnvollen Eintrag zu verfassen. Hier kann ein PHP-Skript die Zeitspanne zwischen Aufruf der Seite und Versand überprüfen: Ist die Zeitspanne z.B. geringer als 5 Sekunden, wird der Versand geblockt.

Filter
Man kann die Beiträge z. B. nach bestimmten Schlüsselwörtern oder ganz allgemein nach URLs durchsuchen und solche Beiträge ablehnen. Weiterhin sollte man auch falls möglich HTML oder JavaScript  ausfiltern und/oder kodieren. Gute Dienste leisten hier in PHP die Funktionen "strip_tags()" und "htmlentities()". Natürlich können dann aber auch keine normalen Besucher Einträge mit URLs verfassen.

Moderation
Die Moderation ist die einfachste Lösung für das Problem. Moderation bedeutet, das Gästebuch nimmt einen Eintrag entgegen, aber veröffentlicht ihn nicht sofort. Es sendet einen E-Mail an einen Moderator und lässt diesen entscheiden ob der Eintrag erscheinen soll oder nicht. Diese Lösung hält ein Gästebuch absolut werbefrei, leider ist es aber mit viel Arbeit verbunden. Zudem sehen Besucher ihre eigenen Einträge nicht mehr sofort.


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